Spendernamen soll Kohl nicht nennen wollen
Kohl-Anwalt: Kanzler wird umfassend aussagen

dpa BERLIN. Der Anwalt von Helmut Kohl (CDU), Stephan Holthoff- Pförtner, geht nicht davon aus, dass der Altkanzler vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss die bislang geheim gehaltenen Namen seiner Spender nennen wird. Kohl werde bei seinem für den 29. Juni geplanten Auftritt vor dem Ausschuss jedoch umfassend aussagen. "Helmut Kohl hat kein Problem mit der Wahrheit und freut sich auf diesen Tag", sagte Holthoff-Pförtner am Dienstag in der Sendung "Maischberger" im Fernsehsender n-tv.

Kohl hatte in seiner Amtszeit Spenden in Millionenhöhe gesammelt, ohne sie ordnungsgemäß zu verbuchen. Die Namen der Spender hat er bisher geheim gehalten.

Sämtliche Kohl bislang zur Last gelegten Punkte stünden rechtlich auf tönernen Füßen, sagte der Anwalt. "Da wird am Schluss nicht viel von übrig bleiben." Für den Untersuchungsausschuss befürchtet Holthoff-Pförtner eine gespannte Atmosphäre. Dies komme daher, dass ein Teil der Mitglieder einem Phantom nachjage, nämlich die Käuflichkeit von Regierungsentscheidungen beweisen zu wollen. "So etwas gab es zwar nie, aber wenn man unter Erfolgszwang steht, wird man zuweilen komisch. Da steht der Ausschuss kurz davor", meinte Holthoff-Pförtner.

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