Spezial-Auftritt auf Parteitag
Clinton darf wieder ins Rampenlicht

Besondere Ehre für Hillary Clinton: Barack Obamas einstige Rivalin darf auf dem Parteitag der Demokraten eine der Hauptreden halten. Mit größerer Spannung wird allerdings der Auftritt eines noch Unbekannten erwartet.

HB HONOLULU. Hillary Clinton wird auf dem Parteitag der Demokraten in den USA eine der vier Hauptreden halten. Wie die Wahlkampfleitung der Partei mitteilte, wird die im Vorwahlrennen gegen Barack Obama gescheiterte Senatorin von New York am zweiten Abend des Parteitags in Denver die "Headline"-Rede halten. Der erste Abend am 25. August gehört Michele Obama, der Frau des Spitzenkandidaten.

Auch der "Running Mate" spricht

Am dritten Abend wird dann der noch nicht benannte "Running mate", der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, sprechen, ehe zum Abschluss der "Democratic National Convention" die offizielle Wahl Obamas erfolgt und sich dieser dann an die Partei wendet. Um Obama ein möglichst großes Auditorium zu bieten, zieht der Parteitag am letzten Tag von der Halle der Pepsi Arena ins Mile-High-Stadion um. Der 28. August ist auch der 45. Jahrestag der programmatischen Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King mit den Worten "I Have a Dream". Obama will der erste Präsident der USA mit dunkler Hautfarbe werden.

Obamas Wahlkampfteam bezeichnete die New Yorker Senatorin und frühere First Lady als Anwältin für die Belange von Arbeiterfamilien und "eine der effektivsten und einfühlsamsten Stimmen, die es heute im Land gibt". Clinton und Obama hatten sich in den parteiinternen Vorwahlen einen erbitterten Schlagabtausch geliefert. Seit seinem Sieg über seine Widersacherin bemüht sich Obama darum, Clintons Anhängerschaft auf seine Seite zu ziehen.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain kündigte indes an, sich auf dem Nominierungsparteitag Anfang September in Minneapolis-St. Paul kurzfassen zu wollen. Ein langjähriger Redenschreiber des Senators aus Arizona hat laut "Washington Post" einen Entwurf der Ansprache verfasst, die McCain nach seiner offiziellen Ernennung zum Spitzenkandidaten am 4. September halten wird - und sie ist nur 21 Minuten lang. Sie könne sogar noch kürzer werden, zitiert das Blatt Wahlkampfberater, denn McCain sei kein Freund von ausschweifenden Reden.

Dabei ist dem republikanischen Lager durchaus bewusst, dass der Demokrat Barack Obama vermutlich eine weitaus längere Rede zum Abschluss des demokratischen Parteitages Ende August halten wird - und das in einem Stadion vor 75 000 Menschen. "Aber es wird am Ende die Substanz sein, die zählt", zeigen sich die McCain-Berater zuversichtlich.

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