Spezialfonds verbuchen weniger frisches Geld
Fondsverband sieht Outsourcing-Trend bestätigt

Gut ein Fünftel des Spezialfondsvermögens wird nach einer Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management BVI von Dritten gemanagt. Der BVI sieht den Trend zur Auslagerung in der Vermögensverwaltung für Profis bestätigt.

Professionelle Investoren haben in deutsche Spezialfonds in den ersten neun Monaten 2003 gut ein Fünftel weniger neues Kapital als im Vorjahreszeitraum angelegt. Nach Angaben des Bundesverband Investment und Asset Management BVI flossen bis Ende September netto 17,8 Mrd. EUR in 5 196 Fonds, nach 22,8 Mrd. EUR ein Jahr zuvor. Jürgen Sälzle vom Researchhaus Fondsconsult erklärt die Zurückhaltung mit der Frühjahrsbaisse und hohem Kapitalbedarf etwa bei Versicherern.

Das verwaltete Vermögen deutscher Spezialfondshäuser wuchs dennoch gegenüber September 2002 um zehn Prozent auf 513 Mrd. EUR. In den beiden Vorjahreszeiträumen war es geschrumpft. Mit 501 Mrd. EUR steckt in Wertpapier- und Geldmarktfonds der Großteil des Vermögens, der Rest in Immobilienfonds. Unter den Wertpapier-Fondshäusern hält die DBI der Allianz mit 13,2 % den größten Marktanteil vor der Deka der Sparkassen mit neun und der De-AM der Deutschen Bank mit 8,2 %.

Mit der aktuellen Statistik sieht der BVI den Trend zur Auslagerung in der Vermögensverwaltung für Profis bestätigt. So werden mit 116 Mrd. EUR gut ein Fünftel des Spezialfondsvermögens nicht von der auflegenden Kapitalanlagegesellschaft (KAG), sondern von Dritten gemanagt oder beraten. Zehn Prozent des fremd gemanagten Spezialfondsvermögens liegt bei deutschen KAG. Zudem verwalten sie gut 50 Mrd. EUR für Dritte über Mandate. Weitere 47 Mrd. EUR managen Vermögensverwalter, die zu BVI-Mitgliedern gehören.

Quelle: Handelsblatt Nr. 218 vom 12.11.03, Seite 25

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