Spezialist aus Deutschland soll Iraks Präsidenten behandeln
Zeitung: Saddam Hussein leidet unter Lymphknoten-Krebs

afp DUBAI. Der irakische Präsident Saddam Hussein leidet einem Zeitungsbericht zufolge unter Lymphknoten-Krebs. Einer der Präsidentenpaläste in einem Vorort von Bagdad sei in eine Privatklinik für Hussein umgewandelt worden, berichtete die in London erscheinende arabische Zeitung "Asharq al-Awsat" am Sonntag unter Berufung auf einen irakischen Arzt. Demnach habe Hussein einer Chemotherapie zugestimmt, da er bereits unter Gelenkerkrankungen, Atembeschwerden, zeitweisem Gedächtnisverlust und Sehstörungen leide. Der Zeitung zufolge sollen drei Spezialisten aus Deutschland, Frankreich und Schweden den kranken Präsidenten behandeln.

Unter Berufung auf "unabhängige irakische Quellen" berichtete "Asharq al-Awsat", der Staatschef habe eine Familienversammlung einberufen, um Vorsorge für den Fall seines Todes zu treffen. Demnach habe der Präsident seinen jüngsten Sohn Kussai an die Spitze eines Rates berufen, der das Land führen soll, falls er sterbe oder seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen könne. Kussai Hussein befehligt derzeit die Eliteeinheiten der irakischen Führung.

Westliche Zeitungen hatten bereits mehrfach über eine Krebserkrankung Husseins berichtet. Irak weigert sich bislang, diese Informationen zu kommentieren.

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