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„Spiegel“: Tacke soll Stromkonzern Steag offensiver positionieren

Der zum Vorstandsvorsitzenden des Stromkonzerns Steag berufene Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Alfred Tacke soll nach einem Bericht des „Spiegel“ das Essener Unternehmen offensiver am Markt positionieren.

dpa HAMBURG/ESSEN. Der zum Vorstandsvorsitzenden des Stromkonzerns Steag berufene Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Alfred Tacke soll nach einem Bericht des "Spiegel" das Essener Unternehmen offensiver am Markt positionieren.

Dazu gehöre vor allem der Bau von fünf bereits genehmigten Steinkohlekraftwerken. Zudem solle Tacke die Geschäftsbereiche Stromerzeugung, Gasversorgung und Müllverbrennung integrieren.

Tacke war vom Präsidium des Aufsichtsrats der Steag AG als neuer Chef des Stromkonzerns vorgeschlagen worden. Er soll zum 1. Januar 2005 Nachfolger von Jürgen Melchior werden. Der Energie- und Chemie-Konzern RAG wird vom früheren Wirtschaftsminister Werner Müller geführt, unter dem Tacke bereits Staatssekretär war.

Tacke ist seit 1998 Wirtschafts-Staatssekretär und bereitete für Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unter anderem in der Funktion des "Sherpa" Wirtschaftsgipfel der sieben führenden Industrieländer sowie Russlands (G-8-Gipfel) vor.

Müller hatte im Mai angekündigt, dass der RAG-Konzern spätestens zum Jahresbeginn 2005 seine deutschen Energieaktivitäten unter dem Dach der Tochtergesellschaft Steag, Deutschlands zweitgrößtem Steinkohleverstromer, zusammenführen wolle. Das ist Teil einer strategischen Neuausrichtung hin zur Energieerzeugung und Kraftwerksbau. Damit verliert die Förderung heimischer Kohle konzernintern weiter an Bedeutung.

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