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Spiegel übt scharfe Kritik an FDP-Beschluss

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat den Beschluss des nordrhein-westfälischen FDP-Landesvorstands scharf kritisiert, weiter mit dem umstrittenen Abgeordneten Jamal Karsli in der Landtagsfraktion zusammenzuarbeiten.

Reuters DÜSSELDORF. Spiegel sagte am Dienstag in Düsseldorf, solange sich FDP-Parteichef Guido Westerwelle mit seiner Forderung nicht durchsetze, Karsli aus der Fraktion auszuschließen, bestehe für den Zentralrat "kein Gesprächsbedarf" mit der FDP. "Ich bedauere, dass sich Herr Westerwelle nicht hat durchsetzen können", unterstrich Spiegel. Der Zentralrat könne nicht nachvollziehen, dass Karsli Mitglied der FDP-Fraktion bleibe. "Ich kann nur noch einmal sagen, die FDP muss einfach alles tun, um auch nicht nur den Anschein von Antisemitismus zu erwecken", betonte er. "Ich hoffe immer noch, dass sich der Bundesvorsitzende durchsetzen wird", fügte er hinzu. Bislang sei das aber noch nicht der Fall. "Solange das so ist, besteht für uns überhaupt kein Gesprächsbedarf."

Westerwelle war am Montagabend bei einer Sitzung des FDP-Landesvorstands in Düsseldorf mit dem Versuch gescheitert, das Gremium zu einer Trennung von Karsli zu bewegen. Karsli hatte der israelischen Armee im Zusammenhang mit ihrem Vorgehen gegen die Palästinenser "Nazi-Methoden" vorgeworfen und von einer "zionistischen Lobby" in Deutschland gesprochen.

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