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'Spiegel': VW steuert auf Krise zu - Gewinnwarnung in SichtDPA-Datum: 2004-07-11 14:53:38

(dpa-AFX) Wolfsburg - Volkswagen steuert nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf eine schwierige Krise zu. Darauf habe VW-Personalvorstand Peter Hartz die Belegschaft am vergangenen Mittwoch bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg hingewiesen. VW-Chef Bernd Pischetsrieder müsse bald eine Gewinnwarnung herausgeben, hieß es in dem Bericht weiter. Das Ziel, in diesem Jahr wie 2003 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro zu erreichen, sei nicht mehr zu schaffen. VW-Sprecher Dirk Große-Leege dementierte, dass bei dem Wolfsburger Autobauer Krisenstimmung herrsche.

(dpa-AFX) Wolfsburg - Volkswagen steuert nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf eine schwierige Krise zu. Darauf habe VW-Personalvorstand Peter Hartz die Belegschaft am vergangenen Mittwoch bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg hingewiesen. VW-Chef Bernd Pischetsrieder müsse bald eine Gewinnwarnung herausgeben, hieß es in dem Bericht weiter. Das Ziel, in diesem Jahr wie 2003 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro zu erreichen, sei nicht mehr zu schaffen. VW-Sprecher Dirk Große-Leege dementierte, dass bei dem Wolfsburger Autobauer Krisenstimmung herrsche.

"Von einer Krise kann nicht die Rede sein, davon hat Herr Hartz in der Betriebsversammlung auch nicht gesprochen", sagte Große-Leege der dpa am Samstag. Zu den Vermutungen über eine mögliche Gewinnwarnung wollte der VW-Sprecher nicht Stellung nehmen.

Er betonte, zwar seien auch bei VW die Zulassungszahlen im ersten Halbjahr um 1,1 Prozent zurückgegangen, damit stehe der Konzern aber immer noch besser dar als der Branchendurchschnitt. Insgesamt wurden von Januar bis Ende Juni in Deutschland 1,3 Prozent weniger Autos in den Verkehr gebracht als im Vorjahreszeitraum. "Ich will die Lage aber auch nicht schönreden", sagte Große-Leege.

Spiegel: Werk Wolfsburg NUR Noch ZU 70 Prozent Ausgelastet

Der "Spiegel" berichtete, der VW-Absatz liege inzwischen weit hinter den Erwartungen, das Werk Wolfsburg sei nur noch zu 70 Prozent ausgelastet. Personalvorstand Hartz habe den Beschäftigten mitgeteilt, dies reiche nicht aus, um die rund 176.000 Arbeitsplätze bei VW in Deutschland langfristig zu sichern. "Die Lage ist ernst", habe er gesagt, "und wir müssen uns darauf einstellen". Offiziell hatte Hartz bei der Betriebsversammlung angekündigt, die Personalkosten müssten mittel- und langfristig um 30 Prozent gesenkt werden, weil Volkswagen gegenüber den deutschen Wettbewerbern einen deutlichen Nachteil bei diesem Ausgabenblock habe.

VW war schwach ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal brach der Gewinn unter dem Strich um fast 90 Prozent auf nur noch 26 Millionen Euro ein. Bereits 2003 war der Gewinn massiv gesunken. Volkswagen hatte daraufhin angekündigt, bis Ende 2005 insgesamt rund 4 Milliarden Euro einzusparen und weltweit rund 5.000 Stellen streichen zu wollen.

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