Spiele 2012 werden zum Duell der Europa-Phalanx gegen New York
Olympia-Bewerbung von Leipzig gescheitert

Der Leipziger Traum von den dritten Olympischen Spielen in Deutschland nach Berlin 1936 und München 1972 hat am Dienstag in Lausanne ein abruptes Ende gefunden.

HB LAUSANNE. Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verweigerte dem deutschen Bewerber am Dienstag in Lausanne die Anerkennung als Kandidaten-Stadt für die Sommerspiele in acht Jahren. Dem deutschen Bewerber aus Sachsen bleibt am 6. Juli 2005 nur die Zuschauerrolle, wenn das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Singapur unter Paris, London, Madrid, Moskau und dem US-Giganten New York die Stadt für die Olympischen Spiele 2012 auswählt.

Insgesamt hatten sich neun Städte um die Ausrichtung der Spiele beworben. Neben Leipzig schieden noch Havanna, Istanbul und Rio de Janeiro aus. Mit Leipzig und seinem Segelpartner Rostock sortierte das IOC-Exekutivkomitee am Dienstag in Lausanne noch Rio de Janeiro, Istanbul und Havanna aus.

Beim Duell der europäischen Phalanx gegen "Big Apple" New York gilt der zweimalige Olympia-Ausrichter Paris (1904 und 1924) mit einer auch technisch hochklassigen Bewerbung als Favorit.

Mit Leipzigs frühzeitigem Scheitern erlebte der deutsche olympische Sport sein zweites Debakel innerhalb von elf Jahren. 1993 hatte das gerade wiedervereinigte Berlin in der Endwahl für die Spiele 2000 gerade einmal neun von 89 Stimmen erhalten und lag damit weit abgeschlagen hinter Sydney, Peking und Manchester. Wird ein Europa-Kandidat von der IOC-Vollversammlung zum Ausrichter der Spiele nach Athen und Peking (2008) gekürt, ergibt sich für eine weitere deutsche Bewerbung erst für 2024 eine realistische Chance, weil 2016 wohl Nordamerika und 2020 die Dritte Welt an der Reihe wären.

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