„Spiele zwischen Meer und Himmel“
Gretzky war Vancouvers Erfolgsbringer

Alle Hoffnungen ruhten wieder einmal auf "The Great One" Wayne Gretzky - und er enttäuschte sie nicht. Der einst beste Eishockey-Spieler der Welt war die prominenteste Figur in der Kampagne Vancouvers für die Olympischen Winterspiele 2010.

HB/dpa VANCOUVER. "Vertrauen sie uns die Spiele an, und wir versprechen, dass sie stolz sein werden", sagte die Puck-Legende bei der Präsentation am Mittwoch bei der IOC-Session in Prag. Seine Worte wurden erhört: Zum zweiten Mal nach Calgary 1988 findet das bedeutendste Wintersportfest in Kanada statt.

Mit dem Motto "Spiele zwischen Meer und Himmel" war die mit über 550 000 Einwohnern größte Stadt der Provinz British Columbia zum Dreikampf mit dem südkoreanischen Pyoenchang und Salzburg angetreten. Die zwischen Meer, Fraser River und Küstengebirgen gelegene westkanadische Hafenmetropole, deren Stadtbild von Parks und ausgedehnten grünen Wohnvierteln geprägt ist, galt als Favorit nach dem positiven Bericht der Prüfungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Die IOC-Tester hatten der attraktivsten Großstadt Kanadas, zu deren wichtigsten Wirtschaftszweigen die Erdölverarbeitung, Nahrungsmittel-, Holz- und Papierindustrie gehören, ein Konzept bescheinigt, "dass sehr gute Bedingungen für die Sportler aufweist". Es erlaube den Athleten "den Aufenthalt in einem Olympischen Dorf mit begrenzter Anreise zu hervorragenden Sportanlagen".

Selbst die Kritik an der Entfernung von 125 km zwischen Vancouver, wo die Eis-Wettbewerbe und die Eröffnungs- sowie Schlussfeier geplant sind, und den Whistler Mountains im Norden, wo die alpinen und nordischen Ski-Konkurrenzen sowie die Bob- und Rodelwettbewerbe stattfinden sollen, ist verstummt - dank einer Zusatzinvestition von 433 Millionen Dollar (375 Millionen Euro). Das Geld wird investiert in eine als "Sea to Sky" betitelte drei- bis fünfspurige Autobahn. Die Fahrzeit von über zwei Stunden auf dem kurvenreichen Highway von der Küste in die Berge soll erheblich verkürzt.

Die Organisatoren versprechen, das Wintersportfest "kostenneutral" zu halten. Vancouver plant mit einem Etat von 874 Millionen Dollar (760 Millionen Euro) und Investitionen in die Infrastruktur von 845 Millionen Dollar (735 Millionen Euro). Premierminister Jean Chretien versprach in Prag als Mitglied der Vancouver-Delegation: "Wir werden die Winterspiele voll finanzieren. Die Spiele werden sicher sein. Die Athleten werden die besten Bedingungen vorfinden." Ein Höhepunkt der Spiele soll das Eishockey-Finale sein - womöglich im 55 000 Zuschauer fassenden BC Place. Für Wayne Gretzky wird dies ein Pflichttermin.

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