Spielekonsolen
Der „GameCube“ kommt in die Läden

Mit dem morgigen Europa-Verkaufs-Start der Spiele-Konsole "GameCube" startet das japanische Unternehmen Nintendo eine neue Runde im Preiskampf der Videospiele.

Reuters BERLIN. Mitte April hatte Nintendo angekündigt, die Konsole für 199 statt der ursprünglich geplanten 250 Euro einführen zu wollen. Zuvor hatte der US-Softwarekonzern Microsoft den Preis für die seit Mitte März in Europa erhältliche "Xbox"-Spieleplattform von 479 auf 299 Euro gesenkt. Die "Xbox", mit der sich Microsoft zum ersten Mal auf den Markt der Spielekonsolen wagte, kostet damit nun genau so viel wie das Konkurrenzprodukt "PlayStation 2" des Marktführers Sony.

"Unsere Erwartungen sind sehr hoch", sagte eine Sprecherin von Nintendo Deutschland am Donnerstag. Auch in großen Einzelhandelsgeschäften ist man optimistisch. "Mit der "Xbox' hatten wir einen guten Erfolg", sagte die Sprecherin der Elektrofachmarkt-Kette Saturn. "Wir gehen auch bei Nintendo davon aus, dass der Zustrom sehr groß sein wird." Der "GameCube" sei besonders wegen seiner guten Grafik sehr interessant.

Für den "GameCube" gebe es zum Start 21 Spiele, die von Sport- über Abenteuer bis zu Rätselspielen fast alle in 3D-Qualität laufen sollen, sagte Nicolas Stiller von der ABC Euro RSCG-Agentur, die den "GameCube"-Start in Deutschland organisiert. Bis zum Jahresende solle es über 100 Spiele geben, deren Preis bei jeweils um 60 Euro liegen werde.

Nintendo will seinen Angaben zufolge bis Anfang Juni eine Million der Konsolen in Europa auf den Markt bringen. Nintendo rechne mit einem Verkauf von 600 000 bis 700 000 "GameCubes" in Europa in diesem Jahr. In Japan und den USA seien seit dem Start Mitte September beziehungsweise Mitte November vergangenen Jahres jeweils etwa 1,5 Millionen Geräte verkauft worden. Insgesamt seien in beiden Ländern zusammen bisher rund vier Millionen Geräte ausgeliefert worden.

Microsoft hatte zum Europa-Start der "Xbox" angekündigt, bis Ende Juni rund 1,5 Millionen Exemplare der Konsolen europaweit ausliefern zu wollen. In den USA war diese Absatzzahl innerhalb der ersten sechs Wochen nach dem Verkaufsstart Mitte November vergangenen Jahres erreicht worden. Schätzungen zufolge werden auf dem Konsolen-Markt jährlich rund 20 Milliarden Dollar umgesetzt.

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