Spieler sollen bescheidener werden
Magath und Rüssmann verzichten auf Gehalt

Trainer Felix Magath und Manager Rolf Rüssmann verzichten beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart freiwillig auf zehn Prozent ihres Gehalts.

HB STUTTGART. "Warum soll es uns besser gehen", sagte Rüssmann, der ebenso wie Magath etwa 750 000 Euro im Jahr verdient. Damit wollen die beiden Verantwortlichen, die die Spieler aufgefordert hatten, ihre Einkommen ebenfalls um zehn Prozent reduzieren zu lassen, mit gutem Beispiel voran. Der mit rund 20 Millionen Euro verschuldete VfB will mit den Sparmaßnahmen die Mindereinnahmen aus den Fernsehgeldern ausgleichen. "Man muss sehen, dass die Gehälter in den letzten 20 Jahren stetig gestiegen sind. Insofern handelt es sich gerade um eine gesunde Entwicklung", erklärte Magath. Im Gegensatz zum Zweitligisten Karlsruher SC will die Mannschaft aber nicht geschlossen finanzielle Einbußen hinnehmen. Juristisch hat der Verein keine Möglichkeit, in die laufenden Verträge einzugreifen.

"Alle haben ihre Verträge selbst ausgehandelt, da waren die anderen ja auch nicht dabei. Jetzt muss auch jeder für sich entscheiden, ob er mit weniger Geld einverstanden ist", sagte Krassimir Balakow der "Stuttgarter Zeitung" (Dienstagausgabe). Der Bulgare ist beim VfB der Spitzenverdiener mit etwa drei Millionen Euro Jahresgehalt. So will Rüssmann mit jedem Spieler beziehungsweise dessen Berater verhandeln, hofft aber noch auf "einen gemeinsamen Beschluss" der Mannschaft. Die Profis selbst äußern sich nur ungern zu dem Thema, da sie befürchten, als Abzocker zu gelten, wenn sie keine Gehaltskürzungen hinnehmen.

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