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Spionage für Israel: Pentagon-Mitarbeiter unter Verdacht

Wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hat das US-Bundeskriminalamt FBI die Ermittlungen gegen einen Iran-Spezialisten im Pentagon aufgenommen. Der Beamte stehe unter dem Verdacht, geheimes Material über eine pro-israelische Lobbyorganisation in den USA an Israel weitergegeben zu haben, berichten US-Medien übereinstimmend.

dpa WASHINGTON. Wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hat das US-Bundeskriminalamt FBI die Ermittlungen gegen einen Iran-Spezialisten im Pentagon aufgenommen. Der Beamte stehe unter dem Verdacht, geheimes Material über eine pro-israelische Lobbyorganisation in den USA an Israel weitergegeben zu haben, berichten US-Medien übereinstimmend.

Das Verteidigungsministerium bestätigte die Ermittlungen. Die israelische Botschaft in Washington wies die Berichte als falsch und empörend zurück.

Bei dem Beamten soll es sich nach Angaben der "Washington Post" um einen auf Iran spezialisierten Analysten aus der Nahost- und Südasien-Abteilung des Pentagons handeln. Der vor der Pensionierung stehende Mitarbeiter soll vor drei Jahren zu der politischen Abteilung gestoßen sein und Zugang zu Material gehabt haben, das an Staatssekretär Douglas Feith ging. Der Mitarbeiter stehe unter Verdacht, unter anderem den Entwurf einer Präsidentendirektive zur Iran-Politik weitergegeben zu haben und werde seit sieben Monaten observiert, heißt es weiter. Nach Informationen des Blattes steht noch nicht fest, ob der Beamte wegen Spionage oder unsachgemäßem Umgang mit Geheimdienstmaterial belangt wird.

Nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN hatte der Analyst die Möglichkeit, die Irak- und Iranpolitik des Pentagons zu beeinflussen. Dagegen schreibt die "Washington Post" unter Berufung auf Pentagon-Mitarbeiter, dass der Beamte nicht in der Position gewesen sei, bedeutenden Einfluss auf die US-Politik zu nehmen. Er habe aber in einem Büro gearbeitet, in dem die frühen Pläne für den Krieg zum Sturz des irakischen Regimes erarbeitet wurden.

Nach übereinstimmenden Berichten soll der Beamte seine Informationen über die proisraelische Lobbyorganisation in den USA, das American Israel Public Affairs Committee, weitergegeben haben. Die Organisation wies die Anschuldigungen als grundlos und falsch zurück.

Obwohl Israel einer der engsten Verbündeten der USA ist, ist es bereits in der Vergangenheit zu Spionagefällen gekommen. Besonderes Aufsehen erregte der Fall von Jonathan Pollard, der 1987 die Spionage für Israel zugegeben hatte und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

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