Spirituosen werden teurer
Bacardi boomt mit Mischgetränken

Vor allem dank der trendigen Mischgetränke RiGO und Breezer stieg der Absatz der Bacardi GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. März) um 72 Prozent auf umgerechnet 89 Millionen Flaschen (zu 0,7 Litern), teilte Geschäftsführer Joachim H. Peycke am Mittwoch in Hamburg mit.

HB/dpa HAMBURG. Die Mischgetränke verdreifachten ihren Absatz auf mehr als 100 Millionen Einheiten. Vom gesamten Absatz der Bacardi GmbH machen RiGO und Breezer bereits 56 Prozent aus.

"Neue Produkte stehen bei uns absolut im Fokus", sagte Peycke. "Damit konnten wir uns erneut vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld absetzen." Das Unternehmen teste ständig neue Getränke am Markt und habe bereits ein weiteres viel versprechendes Trendprodukt in der Entwicklung. Auch die klassischen Marken des Unternehmens wie Bacardi, Osborne, Martini, Jack Daniel's oder Southern Comfort legten überwiegend zu, obwohl der Spirituosenmarkt insgesamt seit Jahren rückläufig ist. "Internationale Premiummarken, wie wir sie vertreiben, können durch die konsequente Markenpflege trotzdem wachsen", erklärte der Bacardi-Chef. Gegen den Trend steigerte Bacardi seinen Werbeaufwand um 35 Prozent auf 27 Millionen Euro.

Nach dem stürmischen Wachstum der vergangenen Jahre rechnet Peycke in diesem Jahr mit geringeren Zuwächsen, weil die Preise für wichtige Konzernmarken zum Teil kräftig angehoben werden. So kostet eine Flasche Bacardi Rum im Einzelhandel künftig elf Euro, zehn Prozent mehr als zuvor. "Wir haben viel in die Marke investiert und das soll sich bei der Preisgestaltung wiederfinden", sagte Verkaufschef Michal Volke. Auch Spirituosen anderer Hersteller würden gegenwärtig teurer.

Von Werbeparolen wie "Geiz ist geil" halte Bacardi nicht viel, sondern setze lieber auf hohe Qualität und die Kraft der Marken. Der Erfolg des Unternehmens habe auch zu neuen Arbeitsplätzen geführt; inzwischen beschäftige Bacardi mehr als 400 Mitarbeiter.

Sorgen bereitet dem Unternehmen die Absicht der Bundesregierung, auch Mischgetränke mit weniger als 15 Prozent Alkohol der Pfandpflicht zu unterwerfen. "Das könnte den Markt schwer beeinträchtigen", sagte Peycke.

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