Spitzelaffäre zieht Kreise
Wohnungen von FPÖ-Politikern durchsucht

dpa WIEN. Die Wohnungen von zwei Spitzenpolitikern der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) sind am Dienstag in Wien von der Polizei durchsucht worden. Der Wiener FPÖ - Chef Hilmar Kabas und der Wiener Landtagsabgeordnete Michael Kreißl stehen im Verdacht, sich illegal geheime Polizeidaten über politische Gegner beschafft zu haben. Mehrere Polizeibeamte, die die Daten weitergegeben haben sollen, sind bereits vom Dienst suspendiert worden.

Ein FPÖ-Sprecher bestätigte nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur apa die Durchsuchungen. Die Polizei habe auch das Büro und das Auto von Kabas untersucht, jedoch nichts mitgenommen, hieß es. In Kreißls Wohnung sei hingegen ein Computer beschlagnahmt worden.

Der Wiener Landtag hatte erst am Montag auf Antrag der Justizbehörden die parlamentarische Immunität der beiden Politiker aufgehoben. Kabas und Kreißl hatten dies befürwortet, um damit ihre Unschuld beweisen zu können. Auch gegen weitere FPÖ-Politiker, darunter der ehemalige Parteichef und derzeitige Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) Jörg Haider, wird wegen des Verdachts der Verwicklung in die so genannte Spitzelaffäre ermittelt.

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