Spitzenreiter sind zwei Komödien
„Nirgendwo in Afrika“ hat großes Interesse in USA

Die Auszeichnung mit dem Oscar für den besten ausländischen Film hat Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" in den USA ein größeres Zuschauerinteresse beschert. Der US-Verleih Zeitgeist hat nach dem Oscar-Sieg am 23. März die Zahl der Kinosäle, in denen der deutsche Film mit englischen Untertiteln läuft, um 17 auf 33 erhöht.

HB/dpa NEW YORK. Wie die Fachzeitschrift "Daily Variety" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, spielte das Afrika-Epos am Wochenende pro Vorstellung durchschnittlich 8800 Dollar (8300 Euro) ein, was für einen nicht-englischsprachigen Film in den USA als solides Ergebnis gilt. Die Gesamteinnahmen des Films in den USA seien auf 619 000 Dollar gestiegen. Zeitgeist plane, die Zahl der Kinos in den nächsten Wochen weiter zu steigern, so dass "Nirgendwo in Afrika" bis Ende April auf 70 US-Leinwänden gezeigt wird.

Spitzenreiter der US-Kinocharts waren am Wochenende zwei Komödien, was die Fachmedien als klaren Hinweis deuten, dass dem US-Publikum in Zeiten des Irak-Krieges eher nach leichten Stoffen zu Mute ist. Dabei verdrängte die Präsidenten-Verballhornung "Head of State" mit dem Komödianten Chris Rock in der Hauptrolle sowie als Regisseur die Komödie "Bringing Down the House" mit Steve Martin und Queen Latifah vom ersten Rang.

Rock spielt einen schwarzen Stadtrat in Washington, der durch eine Verquickung von Umständen als erster Afro-Amerikaner ins Weiße Haus einzieht und den Amtssitz des Präsidenten auf den Kopf stellt. "Das einzige, was an dieser Komödie weiß ist, ist das Haus", hieß es in der Werbung von DreamWorks. Der Filmspaß spielte am Startwochenende 14 Millionen Dollar ein.

Auf den dritten Platz kam das Sci-Fi-Abenteuer "The Core" mit Aaaron Eckhart und Hillary Swank auf der Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Militär-Thriller "Basic" mit John Travolta und Samuel L. Jackson folgte auf Rang vier. Dem Musical "Chicago" verhalf der Oscar für den besten Film des vergangenen Jahres zu einem 20-prozentigen Anstieg des Ticket-Verkaufs im Vergleich zur Vorwoche. Auf Platz fünf spielt es weitere 7,4 Millionen Dollar ein, in den USA insgesamt bislang rund 145 Millionen und weltweit etwa 225 Millionen Dollar. Dabei stehen die Premieren in den starken Kino-Märkten Japan und Südkorea noch bevor.

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