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Spitzer nimmt ING unter die Lupe - breite Untersuchung der Branche

Mit der Anfrage um Informationen bei der niederländischen ING hat der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer die Untersuchung der Versicherungsbranche ausgeweitet.

dpa-afx NEW YORK. Mit der Anfrage um Informationen bei der niederländischen ING hat der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer die Untersuchung der Versicherungsbranche ausgeweitet. Der Amsterdamer Finanzdienstleister wolle der Informationsanfrage in vollem Umfang entsprechen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die im Eurostoxx 50 notierte Aktie verlor am Mittwoch in der Spitze bis zu fünf Prozent.

Im Fadenkreuz steht das sogenannte "Bid rigging". Der Vorwurf gegen die Branche lautet, dass Versicherer und Kunden sich gegenseitig Geschäfte zugeschoben hätten. Dabei sollen Maklerfirmen Policen derjenigen Versicherer forciert haben, welche im Gegenzug diese Makler als Mittelmänner bevorzugt haben sollen. Damit wird der Wettbewerb ausgeschaltet.

Am Dienstag hatte Spitzer beim Krankenversicherer Unumprovident Informationen über die Vertriebsmethoden eingefordert. Unter die Lupe werden nun unter anderem gleichermaßen der Versicherer ACE wie der Rückversicherungsmakler AON und nun auch die ING genommen.

Analysten zufolge ist die Praxis des "Bid rigging" ein Problem der Makler, nicht der Versicherungsträger. Und unter ihnen ist sie eher eine Erscheinung bei kleinen Maklerfirmen. Schließlich zahlen große Maklerunternehmen keine Provisionen für Großkundenpolicen, sagt Goldman Sachs-Analyst Matthew Borsch.

Begonnen hatte die Untersuchung mit einem Paukenschlag. Spitzer verklagte vergangene Woche den weltgrößten Versicherungsmakler Marsh & Mclennan wegen "Bid riggings". In dem Sektor verbreitet sich die Furcht, die Untersuchung könnte sich auf viele Teile der Branche ausweiten.

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