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Spitzer: Strafrechtliche Verfolgung von Versicherungsmakler 'nicht notwendig'

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat eine strafrechtliche Verfolgung der US-Versicherungsmaklergesellschaft Marsh & Mclennan als "nicht notwendig" bezeichnet.

dpa-afx SAN FRANCISCO. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat eine strafrechtliche Verfolgung der US-Versicherungsmaklergesellschaft Marsh & Mclennan als "nicht notwendig" bezeichnet. Einer Lösung des Problems auf zivilrechtlichem Wege stehe nichts entgegen, sagte Spitzer in der Nacht zum Dienstag. Es sei ausreichend, gegen einzelne Mitarbeiter strafrechtlich vorzugehen.

Eine strafrechtliche Verfolgung des Unternehmens hätte laut Spitzer mehreren Zielen gedient: außer der Bestrafung und der Entschädigung der Betroffenen auch der allgemeinen Abschreckung und der Reform der Versicherungsbranche. Er sei aber überzeugt, dass sich diese Ziele besser auf andere Weise erreichen lassen, und zwar durch eine strafrechtliche Verfolgung der betreffenden Mitarbeiter, eine drastische Veränderung der Geschäftsabläufe, eine neue Unternehmensführung, eine umfangreiche Untersuchung aller früheren Vergehen und die Garantie einer Entschädigung der Kunden.

Der New Yorker Generalstaatsanwalt hatte Mitte Oktober Zivilklage gegen Marsh & Mclennan und deren Tochterfirma Marsh Inc. erhoben. Außerdem hatte Spitzer Strafanzeige gegen zwei Manager der Versicherung American International Group erstattet. Hintergrund der Verfahren sind so genannte "Kontingent-Kommissionen". Spitzer wirft den beiden Managern vor, an Marsh & Mclennan Kommissionen gezahlt zu haben, um bei der Vermittlung von Kunden bevorzugt zu werden.

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