Sporen vermutlich aus US-Biowaffenprogramm
Anthrax-Konzentration in Briefen weist auf Bundeslabor hin

Die in den USA verschickten Milzbranderreger stammen einem Pressebericht zufolge vermutlich aus dem früheren Biowaffenprogramm der US-Regierung. Die versendeten Anthrax-Briefe wiesen die gleiche hohe Sporen-Konzentration auf wie die zwischen 1951 und 1969 produzierten Biowaffen, berichtete die "New York Times" am Montag unter Berufung auf Wissenschaftler.

afp WASHINGTON. Nach Ansicht von Experten habe kein anderes Land Milzbranderreger so hoher Konzentration hergestellt wie die USA. Zudem übertreffe diese Dichte "bei weitem" die Möglichkeiten von Terroristen. Die Zeitung hatte zuvor bereits berichtet, dass die Bundespolizei FBI sich bei ihren Ermittlungen auf Regierungs- und für Washington arbeitende Labors konzentriert.

Das Hamburger "Greenpeace-Magazin" hatte die Milzbrand-Anschläge in der vergangenen Woche mit einem hochrangigen Mikrobiologen des US-Biowaffen-Programms in Verbindung gebracht. Demnach hält die US-Regierung Informationen über den mutmaßlichen Täter und das Labor geheim, aus dem die tödlichen Anthrax-Sporen stammten. Die Anschläge seien verübt worden, um eine Erhöhung des Forschungsbudgets zu erzwingen, schrieb das Magazin. In den USA sind seit Anfang Oktober fünf Menschen an Milzbrand gestorben.

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