Sportartikel-Hersteller zeigt sich solidarisch mit kamerunischem Verband
Puma will FIFA verklagen

Der Streit um die einteiligen Trikots der kamerunischen Fußball-Nationalmannschaft schien eigentlich beendet. Nun jedoch entfachte Sportartikel-Hersteller Puma die Diskussion von neuem und reichte Klage gegen den Fußball-Weltverband FIFA ein.

HB HERZOGENRAUCH/NÜRNBERG/FÜRTH. Die Geschichte schien eigentlich geklärt zu sein. Nachdem die FIFA den Punktabzug für Kamerun wegen dem Tragen der unerlaubten Einteiler zurückgenommen hatte, waren alle glücklich: Joseph Blatter hatte die Macht "seiner" FIFA demonstriert, so dass es mit Sicherheit keinen weiteren Verstoß Kameruns gegen die Statuten des Fußball-Weltverbandes geben würde. Kamerun war indes glücklich, nur mit einer Geldstrafe davongekommen zu sein und konnte so auch das Verbot verkraften, in Zukunft keine Einteiler mehr tragen zu dürfen.

Nun jedoch mischt sich Sportartikel-Hersteller Puma ein, der die umstrittenen Leibchen produziert hatte. Puma wird sich mit der FIFA gerichtlich auseinandersetzen. Die Firma machte damit ihre Drohung wahr und reichte vor dem Landgericht Nürnberg/Fürth eine Millionen-Klage gegen die FIFA ein. Das bestätigte Unternehmens-Sprecher Ulf Santjer dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Die Herzogenauracher, die damit als erste Ausrüster-Firma überhaupt mit gerichtlichen Mitteln gegen die FIFA vorgehen, fordern die Wiederzulassung des vom Weltverband verbotenen Trikots und verlangen Schadenersatz. Der Streitwert der Klage (Aktenzeichen 3O6080/04) liegt nach Puma-Angaben bei "über zwei Millionen Euro". Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Von der FIFA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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