Sportartikelhersteller investiert in den amerikanischen Markt
Adidas will Nike in den USA stärker angreifen

Der Sportartikelhersteller will in den USA seinen Marktanteil von 12 auf 20 Prozent steigern. In den vergangenen Monaten hatte Konkurrent Nike die besseren Karten im Wettbewerb.

dpa HERZOGENAURACH. Mit neuen Produkten will der Sportartikel- Hersteller adidas-Salomon (Herzogenaurach) auf dem nordamerikanischen Markt im nächsten Jahr stärker Fuß fassen. "Wir hoffen, dass bereits im zweiten Quartal 2002 positive Auswirkungen sichtbar werden", sagte Finanzvorstand Robin J. Stalker am Dienstag in Herzogenaurach.

Neben den neuen Angeboten in den drei Marktsegmenten Running (Laufen), Basketball und Training wolle das Unternehmen in die Infrastruktur und das Marketing in den USA investieren. In die US-Zentrale in Portland/Oregon will das Unternehmen bis 2004 rund 100 Mill. $ investieren.

Die Schlacht werde in Nordamerika entschieden, sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Er bezog sich damit auf die Konkurrenz zum Weltmarktführer Nike. Adidas-Salomon hat im ersten Quartal 2001 in den USA bei der Marke Adidas einen Umsatzeinbruch von elf Prozent verzeichnet. Allein die USA haben nach Angaben von Hainer einen Anteil am Weltsportmarkt von 40 bis 50 %.

"Ziel ist dabei nicht, Nike in den nächsten zwei Jahren zu überholen". Dies wäre nur mit der Übernahme anderer, kleinerer Sportartikel-Hersteller möglich, sei aber auch nicht vorgesehen, sagte Hainer. Ziel "in näherer Zukunft" sei ein Marktanteil von 20 % in den USA, ergänzte Finanzvorstand Stalker. Derzeit liege das Unternehmen bei zwölf Prozent. Das US-Unternehmen Nike habe auf seinem Heimatmarkt einen Anteil von 40 %.

Der Umsatz der Adidas-Salomon lag im vergangenen Jahr bei 5,8 Mrd. ? (11,34 Mrd DM). Für 2001 hält das Unternehmen an einer Wachstumsprognose von drei bis fünf Prozent fest. Das Konzernergebnis vor Steuern lag im Jahr 2000 bei 347 Mill. ? Euro. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 13 400 Mitarbeiter.

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