Sportbusiness
Profi-Liga

Die Fußball-EM und die Olympischen Spiele stehen vor der Tür und versprechen Milliardenumsätze. Da Spitzensport längst zum Big Business geworden ist, suchen Agenturen, Unternehmen und Vereine nach Verstärkung für das knallharte Geschäft. So facettenreich wie die Sportbranche sind auch die Karrierechancen.

GL/CO DÜSSELDORF. Fußball-Fans werden Timo Röbbel beneiden, denn wenn die deutsche Elf bei der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich (7. bis 29. Juni) ihre Vorrundenspiele bestreitet, ist er im Stadion dabei – von Berufs wegen. „Natürlich freue ich mich darauf, aber in erster Linie muss ich mich um unsere Gäste kümmern.“ Denn der 34-Jährige ist Projektleiter Sportsponsoring beim Automobilzulieferer Continental, einem der offiziellen Sponsoren der Euro 2008.

Das Turnier ist die internationale Bühne für den Reifenhersteller. Röbbel und 13 seiner Kollegen in ganz Europa sorgen für die Geschäftspartner und VIP-Gäste, die beim großen EM-Spektakel auf Einladung des Sponsors live dabei sein können. Sie organisieren die Anreise und den Aufenthalt der Gäste und planen die Übergabe der Tickets. Beim EM-Tipp bleibt Röbbel berufsbedingt neutral: „Wir sind Sponsor der EM, nicht der DFB-Auswahl. Deshalb hoffe ich vor allem darauf, dass es ein großes europäisches Fest wird.“

Längst ist der Spitzensport zum Business geworden: Vereine, Verbände und Unternehmen setzen Milliarden um. Laut Studie „Sponsor Visions 2008“ der Hamburger Media-Agentur Pilot lassen deutsche Unternehmen in diesem Super-Sportjahr mit Fußball-EM und Olympischen Sommerspielen allein 2,9 Milliarden Euro ins Sport-Sponsoring fließen. Absoluter Liebling der Geldgeber ist der Fußball. Um welche Summen es geht, zeigt das Beispiel Bayern München: In der laufenden Spielzeit erhält der Klub von seinem Hauptsponsor Telekom rund 20 Millionen Euro.

Zwar stehen im Sportbusiness die Athleten im Mittelpunkt, doch der Apparat dahinter ist groß. So facettenreich wie die Branche sind auch die Karrierechancen: Hier geht es darum, die Sportler einzukleiden, ihre Auftritte den Sponsoren und Partnern in der Wirtschaft schmackhaft zu machen, die Veranstaltungen zu organisieren, in den Medien darüber zu berichten oder die juristischen Feinheiten von Verträgen zu klären.

Ob Designer, Ingenieure, Kaufleute, Sportökonomen, Informatiker oder Juristen – im Sportbusiness finden sie ihren Platz. Solche Aussichten locken zahlreiche Bewerber an. Sport ist Hobby, Lifestyle und Spaß. „Damit kann sich fast jeder identifizieren“, sagt Thomas Trümper, Mitglied der Geschäftsleitung des Beratungsunternehmens Sport + Markt. „Deshalb ist Sport für Unternehmen auch die ideale Plattform, um sich zu präsentieren.“

Speziell bei der Fußball-Europameisterschaft spielen die Sportartikelhersteller eine wichtige Rolle. Die maßgeblichen Unternehmen stehen gut da, locken mit attraktiven Angeboten. Nils Richter, Personalberater bei Michael Page, bestätigt: „Die großen Sportartikelhersteller sind sichere Arbeitgeber, global aufgestellt, und das Jahr 2008 wird für sie bestimmt erfolgreich verlaufen.“

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