Sportliche Gangart bei viel Komfort
Audi A8 will Konkurrenz das Leben schwer machen

Der neue A8 verkörpert auch optisch seinen sportlichen Anspruch. "Seine ganz aus Aluminium gefertigte Karosserie wirkt leicht, dennoch kraftvoll und muskulös, ohne ein Gramm Fett zu viel", setzt Audi-Chef Martin Winterkorn gleich eine Grußbotschaft in Richtung München ab.

pha BARCELONA. Auch starke Worte können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Audi keineswegs alle Designreserven mobilisiert hat. Denn bei dem wohlproportionierten Wagen mit seinem Coupé-artigen Dach vermisst man vor allem in der Frontansicht innovative Designelemente.

Unstrittig ist allerdings, dass der A8 athletischer erscheint als alle seine Wettbewerber. Der Grund dafür ist der Aluminiumleichtbau. Gerade einmal 1 795 Kilogramm bringt die 4.2-Liter-V8-Version des 5,05 Meter langen Autos auf die Waage. Mercedes S 500 und BMW 745i wiegen 1 855 beziehungsweise 1 945 Kilogramm - und das ohne Allradantrieb, der beim A8 serienmäßig ist.

Zu den wichtigsten Neuerungen im Audi-Flaggschiff zählt die Luftfederung. Sie ermöglicht beispielhaften Komfort ebenso wie sportliche Gangart. Innerhalb von Millisekunden wird die Federung straff, senkt sich die Karosserie und damit der Schwerpunkt des Wagens ab. Das reduziert die Nick- und Wankbewegung bei Kurvenfahrten, bei schnellem Anfahren oder scharfen Bremsmanövern.

"Wir wollten ein sportlicheres Ambiente"

Nach ersten Eindrücken ist der Audi A8 in der Luxusklasse das Fahrerauto. Während etwa der VW Phaeton im Kurvengrenzbereich eher geradeaus strebt, nimmt der A8 nicht zuletzt durch seine zielgenaue Lenkung Bewegungen aller Art mit viel mehr Leichtigkeit. Eine sechsstufige Tiptronic (Automatikgetriebe, das auch manuell geschaltet werden kann) mit Sportprogramm und Schaltwippen hinter dem Lenkrad betont den sportlichen Charakter.

Zum Verkaufsstart im November stehen zwei V8-Triebwerke zur Wahl. Der 3.7 Quattro verfügt mit 280 PS über 20 PS mehr als sein Vorgänger, im 4.2 Quattro wurde die Leistung um 25 PS auf 335 PS angehoben. Beide Versionen werden bei 250 km/h abgeregelt. Binnen Jahresfrist verstärken ein Zwölfzylinder mit mindestens 420 PS und ein V8-TDI (Diesel-Direkteinspritzer) dem nicht weniger als 260 PS nachgesagt werden, das Programm.

Preisliste beginnt bei 66 400

Die Interieurgestaltung orientiert sich an Cockpitlösungen aus dem Jachtbau. "Wir wollten ein sportlicheres Ambiente als bisher", erklärt Projektleiter Dany Garant den Einsatz von hellen Hölzern und geschmeidigem Leder. Im Zeitalter von Multimedia offeriert Audi im A8 natürlich DVD-Spieler, Navigation, Telefon sowie Internetzugang. Das MMI (Multi Media Interface) genannte elektronische Bedienkonzept unterscheidet sich deutlich vom BMW i-Drive. MMI lässt sich einfacher bedienen. Zudem kann sich der Pilot des A8, wenn er sich im Menünetzwerk verirrt hat, mit der "Return"-Taste schnell wieder auf die Startseite zurück retten.

Ein High-Tech-Angebot, wie der neue A8 ist natürlich nicht billig. Schließlich konkurriert Audi mit BMW und Mercedes. Entsprechend beginnt die Preisliste bei 66 400 Euro.

Quelle: Handelsblatt

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