Sportwagenhersteller investiert in Sachsen
Porsche fertigt "Cayenne" ab Herbst 2001 in Leipzig

Die Porsche AG erhöht ihr Engagement in Sachsen. An ihrem neuen Standort in Leipzig sollen deutlich über 100 Mill. DM investiert werden, kündigte der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Stuttgart, Wendelin Wiedeking, am Montag in der Messestadt an. Damit soll die auch ursprünglich geplante Mitarbeiterzahl von 260 überschritten werden. Genaue Zahlen nannte er jedoch nicht. Dem Unternehmen lägen 7 000 Bewerbungen vor. Diese kämen vor allem aus Ostdeutschland.

adx LEIPZIG. Noch im Herbst des kommenden Jahres soll hier die Fertigung der ersten Tests des "Cayenne" anlaufen. Der neue Sportwagen wird von Leipzig aus an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Die Gesamtinvestition in das Projekt bezifferte der schwäbische Automobilbauer auf über eine Milliarde DM. Die ersten Wagen würden bereits fahren und durchliefen die "ersten Leben", sagte der Vorstandschef. Im Frühjahr 2002 sollen die ersten geländegängigen Sportwagen von Porsche das neue Werk in Leipzig verlassen. Etwa 25 000 Fahrzeuge und damit 5 000 mehr als geplant werden jährlich produziert, sagte Wiedeking.

Der Chef der Leipziger Porsche-Werkes, Siegfried Bülow, sagte, das neue Werk aus Stahl und Glas stehe für Transparenz. Ebenso werde es offene Büros und ein Management zum Anfassen geben. Von den mehr als 260 Mitarbeitern seien bereits 31 Mitarbeiter eingestellt worden. Das Unternehmen stelle hohe Anforderungen an seine künftigen Mitarbeiter, um die hohen Erwartungen erfüllen zu können. Gleichzeitig kündigte Bülow, der zuvor in führenden Positionen für die Volkswagen AG tätig war, ein Qualifizierungsprogramm für die Mitarbeiter an.

Der 48-jährige Chemnitzer, der seit 1. August 2000 das Werk leitet, wurde auch zum Geschäftsführer der neu gegründeten Porsche Leipzig GmbH ernannt. Porsche-Vorstandsvorsitzender Wiedeking sagte, notwendig sei eine klare unternehmerische Verantwortung. Das Werk werde zu einem eigenständigen Standort.

Das 90 Hektar große Betriebsgelände in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle und zur Autobahn A 14 stehe für Wachstum. Wiedeking sagte, wir wollen auf dieser Fläche keine Fußballfelder bauen. Bei einer Expansion von Porsche werde Leipzig eine entscheidende Rolle spielen, allerdings nicht zu Lasten von Stuttgart. Denkbar sei auch die Ansiedlung von Zulieferern auf dem Gelände. Zur geplanten Niederlassung von BMW in Sachsen sagte der Vorstandschef, Wettbewerb belebe das Geschäft.

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