Sprecher: Bereich gehört zum Kerngeschäft
RWE kommentiert Bericht zu Umweltsparte-Verkauf nicht

Der Energiekonzern RWE hat einen Zeitungsbericht nicht näher kommentieren wollen, wonach das Unternehmen einen Verkauf seiner Entsorgungssparte erwägt.

Reuters FRANKFURT. "Marktgerüchte kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns am Freitag. Er ergänzte aber: "Die Sparte Umwelt gehört zum Kerngeschäft des RWE-Konzerns". Die "Financial Times Deutschland" hatte einen mit den Vorgängen Vertrauten mit der Aussage zitiert: "Der Vorstand will die Umweltsparte lieber heute als morgen los werden." RWE sei enttäuscht über die schwache Profitabilität des Umweltbereiches, berichtete die Zeitung unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise weiter. RWE werde versuchen, einen Käufer zu finden, werde die Sparte aber "nicht verschleudern".

Vor dem Arbeitsbeginn des künftigen RWE-Vorstandschef Harry Roels am 1. Februar seien aber keine Entscheidungen zu erwarten, berichtete die Zeitung. Als Alternative zu einem Verkauf denkt RWE dem Bericht zufolge an eine Aufgliederung der Sparte und den Verkauf einzelner Regionalgesellschaften oder einzelner Unternehmen. Grund sei, dass der Verkauf der gesamten Sparte auf kartellrechtliche Probleme stoße, da die Tochter RWE Umwelt AG die größte deutsche Entsorgungsgesellschaft sei. Als Käufer käme daher nur ein Unternehmen in Frage, das bislang nicht in der deutschen Entsorgungsindustrie tätig sei. Es gebe aber kaum Interessenten.

Die RWE Umwelt ist mit einem Umsatz von 1,6 Mrd. ? nach den ersten neun Monaten 2002 der kleinste Kernbereich von RWE. Er trägt nach Angaben des Sprechers mit 3,95 % zum Gesamtumsatz bei und beschäftigt 14 700 Mitarbeiter. Nach den Zukäufen der jüngeren Vergangenheit drückt RWE vor allem die enorme Verschuldung. Die Nettoschulden einschließlich der Akquisition von American Water Works bezifferte RWE jüngst mit 26 Mrd. ?.

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