Sprecher: Zeitrahmen sehr schmal
Airbus-Projekt könnte sich verzögern

Deutschland verzögert möglicherweise den Start des europäischen Gemeinschaftsprojekts zum Bau des Militärtransportflugzeugs Airbus A400 M auf die Zeit nach der Bundestagswahl in gut zwei Wochen.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Freitag in Berlin, der Zeitrahmen sei sehr schmal. "Wir stehen im Moment noch in den Konsultationen mit unseren Partnern." Erst danach solle der Haushaltsausschuss des Bundestags, der am kommenden Donnerstag, dem 12. September, zum letzten Mal vor der Wahl zusammenkommt, informiert werden. "Es bleibt abzuwarten, wie wir am 12. dastehen."

Ressortchef Peter Struck (SPD) hatte zuvor gesagt, er fühle sich an die Zusage seines Amtsvorgängers Rudolf Scharping (SPD) gebunden, vor der Zustimmung zum Start des Projekts den Haushaltsexperten des Bundestages den Industrievertrag vorzulegen. Danach will das Ministerium der europäischen Rüstungsagentur OCCAR grünes Licht für den Start des Gemeinschaftsprojekts geben, auf den die europäischen Partner drängen.

Scharping hatte den Verbündeten für Deutschland die Bestellung von 73 Maschinen zugesagt, deren Gesamtpreis auf rund neun Milliarden Euro beziffert wird. Struck hatte sich zuletzt zu der Bestellmenge bekannt. Sein Ministerium hatte aber bestätigt, dass die großen Rüstungsprojekte noch einmal auf Umfang und Finanzierung überprüft werden.

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