Sprengsätze auf Gemeindezentrum geworfen
Neue Ausschreitungen in Belfast

Eine Gruppe von rund 100 militanten Protestanten warf im Norden der Stadt selbst gebastelte Sprengsätze auf von Katholiken bewohnte Häuser. Die Menge beschuldigte die Katholiken, zuvor Steine auf Häuser von Protestanten geworfen zu haben.

ap BELFAST. Auch am Montagabend hat die Gewalt in der nordirischen Hauptstadt Belfast angehalten. Eine Gruppe von rund 100 militanten Protestanten warf im Norden der Stadt selbst gebastelte Sprengsätze auf von Katholiken bewohnte Häuser. Die Menge beschuldigte die Katholiken, zuvor Steine auf Häuser von Protestanten geworfen zu haben. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Katholische Kinder, die in einem Gemeindezentrum im Norden Belfasts ein Theaterstück besuchten, mussten evakuiert werden, nachdem zwei Sprengsätze auf das Gebäude geworfen wurden. Verletzt wurde niemand. Ein Mann, der sich als Mitglied der antikatholische Extremistengruppe Red Hand Defenders ausgab, erklärte in einem Anruf bei einer Belfaster Redaktion, für den Anschlag verantwortlich zu sein.

Es war die vierte Nacht in Folge, in der es in Belfast zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Protestanten und Katholiken kam. Voraussichtlich am Mittwoch wollen die Regierungen von Großbritannien und Irland ihren Plan zur Rettung des Friedensprozesses in Nordirland vorlegen.

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