Sprengsatz explodierte auf Wochenmarkt
4 Tote nach Sprengstoffanschlag in Tschetschien

dpa MOSKAU. Bei einem Sprengstoffanschlag in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind drei Polizisten und eine Frau ums Leben gekommen. Der in einem Sack versteckte Sprengsatz sei auf einem Wochenmarkt im Stadtzentrum explodiert, teilte das russische Innenministerium am Sonntag mit. Zwei weitere Opfer seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

In der von Russland abtrünnigen Kaukasusrepublik werden im Krieg der tschetschenischen Rebellen gegen die russische Armee beinahe täglich Anschläge verübt. Der Sprengsatz sei am Samstag explodiert, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Das russische Kaukasuskommando dementierte dagegen Berichte über die Ermordung von vier russischen Frauen in Grosny.

Weitere Hinweise auf russische Geisellager in Tschetschenien veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation Memorial. Im russischen Hauptquartier in Chankala bei Grosny seien mindestens 21 Tschetschenen als Geiseln in einem Erdloch gefangen gehalten worden, zitierte die Tageszeitung "Sewodnja" am Samstag einen Mitarbeiter von Memorial im Kaukasus. Der Menschenrechtskommissar des Europarates, Alvaro Gil-Robles, forderte nach seiner Reise durch Tschetschenien die russische Führung in Moskau auf, entsprechende Informationen sorgfältig zu prüfen.

Ein Augenzeugenbericht der russischen Kriegsreporterin Anna Politkowskaja über ein anderes Geisellager der russischen Armee in Wedeno, 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Grosny, war von russischer Seite in den vergangenen Tagen bestritten worden.

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