Springreitern droht Verlust der Goldmedaille von Athen
Beerbaum: Haben Riesenfehler gemacht

Springreiter Ludger Beerbaum geht in die Offensive. Der 41-Jährige kämpft weiter gegen den Dopingverdacht an.

HB BERLIN. Springreiter Ludger Beerbaum wehrt sich vehement gegen den Dopingverdacht. «Es ist höchste Zeit, dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen. Wir haben einen Riesenfehler gemacht. Den Manipulations- und Dopingvorwurf kann ich aber eindeutig entkräften», erklärte der 41 Jahre alte Mannschafts-Olympiasieger von Athen.

Beerbaum erläuterte, wie es zum Einsatz der Salbe kam. «Langsam setzen sich die Einzelteile, die zu dem Fund des kortisonhaltigen Präparates geführt haben, zusammen. Auf Grund einer nässenden Scheuerstelle oberhalb des Hufs ist Goldfever im Sommer rund 20 bis 30 Tage mit der Salbe behandelt worden.» Sein Haustierarzt in Riesenbeck habe die Behandlung abgesegnet und er selbst sei sich über mögliche Folgen nicht im Klaren gewesen.

«Es ist in unserer Szene immer noch nicht angekommen, dass die Nachweisverfahren immer genauer werden und wir viel sensibler mit Behandlungen umgehen müssen. Deshalb gehe ich auch ins Aktuelle Sportstudio und will für die Glaubwürdigkeit des Sports kämpfen», kündigte Beerbaum an. Zudem hält er die aktuelle Regelung der FEI, die so genannte Nulllösung, nach der im Wettkampf keine Wirkstoffe im Stoffwechsel der Tiere nachgewiesen werden dürfen, für überholt. «Zumindest was die Liste II-Medikamente angeht, müssen wir eine neue Regelung finden.»

In den vier Fällen soll nun die Untersuchung der B-Proben beantragt werden. Im Fall einer Bestätigung der Ergebnisse würde das Springreiter-Quartett vom Gold- auf den Bronzerang zurückfallen. Beerbaum ginge leer aus. Der vierte Reiter, dessen Pferd in Athen gedopt war, war der Österreicher Harald Riedl.

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