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Sprinterin Jones: Kaum noch Medienpräsenz

Ihre Niederlage im 100 m-Finale gegen die Ukrainerin Zhanna Pintusevich-Block hat für Marion Jones vielleicht auch einen guten Aspekt.

hpk EDMONTON. Ihre erste Niederlage über diese Strecke seit den 1997 bringt ihr eine größere Aufmerksamkeit als der erwartete Sieg. Trotz fünf Medaillen bei den Olympischen Spielen in Sydney ging es dem Superstar wie den meisten anderen Olympiasiegern weltweit, kaum noch Medienpräsenz. Seit Olympia hat die Vize-Weltmeisterin zwei Mal Schlagzeilen gemacht: Im Dezember 2000 als Covergirl der Vogue und im Juni diesen Jahres mit ihrer Trennung von ihrem Ehemann.

Dabei hatten Marketing-Experten vorausgesagt, Jones könnte die Einzige sein, die auch nach Olympia als Werbepartner für verschiedene Unternehmen noch interessant sein könnte.

Doch auch der Superstar der Sprintszene wurde von ihren Partnern in die neue Werbephilosophie integriert. Jones stand im Mittelpunkt der vorolympischen Marketingaktionen, nach den Spielen rückten andere Berühmtheiten an ihre Stelle. Ihr Manager Charles Wells hatte noch vor Olympia mit Nike, General Motors, AT&T und Kelloggs Zwei-Jahres-Verträge in siebenstelliger Höhe abgeschlossen. "Früher hat man die Spiele abgewartet, die Olympiasieger verpflichtet und sich dann gewundert, dass sie nach drei Monaten niemand mehr kennt", begründet Bob Williams, Präsident der Agentur Burn Sport Celebrity Services in Chicago, diese neue Strategie.

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