Sprühkühlung für die heißesten Ecken
HP will Computer vor Hitzeschlag bewahren

Der Technologiekonzern Hewlett-Packard will Computern bessere Kühlung zuführen. Hintergrund sind immer leistungsstärkere und komplexere Chips, die gleichzeitig auch immer mehr Wärme erzeugen.

HB/dpa PALO ALTO/STUTTGART. Nach HP-Berechnungen wird ein nur drei Millimeter breiter Chip künftig so viel Wärme wie eine 100-Watt-Glühbirne erzeugen. Das teilte das Unternehmen gestern im kalifornischen Palo Alto mit. Um effizienter kühlen zu können, sollen zum Beispiel Roboter in Rechenzentren von Unternehmen patrouillieren, um besonders warme Zonen ausfindig zu machen.

Das Hauptproblem sei die ungleiche Verteilung der Wärme in den Datenzentren, sagte Chandrakant Patel, Forscher im HP-Labor, in einer Telefonkonferenz. Manche Rechner würden stärker beansprucht als andere. "Wenn im Theater jeder auf seinem Platz sitzt, ist die Kühlung einfach. Aber wenn sich 100 Zuschauer auf einem Platz drängeln, wird es unbequem", erklärt Patel. Die Mess-Roboter sollen deshalb herausfinden, wie entweder die Kühlung oder aber die Rechenbelastung innerhalb des Raumes gezielt umverteilt werden kann. Damit könnte bis zu ein Viertel der Energiekosten eingespart werden.

Das gleiche Prinzip der flexiblen Kühlung wollen die HP-Forscher später direkt auf den Chips der Computer einsetzen. Ein Miniatur- Sprüher, die Weiterentwicklung der klassischen Patrone für HP - Tintenstrahldrucker, soll die jeweils heißeste Ecke eines Chips mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit benetzen. Das verdampfende Gas wird dann eingefangen, von einem Kondensator wieder flüssig gemacht und recycelt. Patel rechnet damit, dass diese Sprühkühlung bereits in drei bis fünf Jahren bei Großrechnern oder auch PCs zum Einsatz kommen kann.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%