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Sprungwunder Edwards eroberte WM-Titel zurück

Nach sechs Jahren hat Pastorensohn Jonathan Edwards seinen Weltmeistertitel im Dreisprung zurückerobert und sich wie im siebten Himmel gefühlt.

dpa EDMONTON. Der 35-jährige Brite gewann am Montag (Ortszeit) bei der Leichtathletik-WM in Edmonton mit der Jahresweltbestweite von 17,92 m und ließ den schwedischen Newcomer Christian Olsson (17,47) sowie den Russen Igor Spasowchodski (17,44) deutlich hinter sich. Edwards trat damit die Nachfolge des Leverkuseners Charles Friedek an, der vor zwei Jahren in Sevilla überraschend triumphiert hatte und verletzt zu Hause bleiben musste.

«Es ist schön, wenn man zeigen darf, dass man noch so lange Sprünge produzieren kann», freute sich der gläubige Christ mit den grauen Haaren. Fast hätte Edwards sogar nochmal die 18-Meter-Marke geknackt, als er im dritten Durchgang die Siegesweite schaffte: «Das war ein wunderschöner Sprung.» Danach kämpfte der bei seinen Kollegen sehr beliebte Weltrekordler und Olympiasieger mit muskulären Problemen, hatte zwei Fehlversuche und ließ einen Durchgang aus. «Es war nicht so leicht, wie es ausgesehen hat», erklärte Edwards. «Beim Warmspringen haben die anderen Jungs wahnsinnig gut ausgesehen.»

Silbermedaillengewinner Olsson formulierte dann die Kampfansage der jungen Generation an den Routinier. «Ich hoffe, alle schauen jetzt auf die 18,29. Es ist einer der wirklich schwer zu schlagenden Weltrekorde. Ich hoffe, ich lande eines Tages dort.» Mit seiner insgesamt fünften WM-Medaille setzte Edwards jedoch einen weiteren Maßstab. Der Olympia-Zweite Yoel Garcia aus Kuba enttäuschte dieses Mal als Vierter (17,40). Yoelbi Quesada, der Weltmeister von 1997, war dieses Mal nicht dabei, so dass die «Sandmänner» aus der Karibik jetzt im Weitsprung auf ihren Olympiasieger und dreifachen Weltmeister Ivan Pedroso setzten müssen. Mit dem Berliner Thomas Moede hatte der einzige deutsche Teilnehmer im Dreisprung das Finale verpasst.

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