Spurensicherung an Bord
USA wollen Zerstörer "Cole" so schnell wie möglich heim holen

dpa NORFOLK/ADEN. Der bei dem Anschlag im Hafen von Aden schwer beschädigte US-Zerstörer "Cole" soll so schnell wie möglich in seinen Heimathafen Norfolk (US-Bundesstaat Virginia) gebracht werden. 17 US- Matrosen waren bei dem Sprengstoffanschlag ums Leben gekommen. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, prüft die Marine Möglichkeiten, den Zerstörer von einem anderen Schiff bergen zu lassen. Das riesige Loch in der Seitenwand mache es wahrscheinlich unmöglich, die "Cole" so weit zu schleppen.

Unterdessen arbeiten mehr als hundert US-Experten an Bord des Schiffes an der Spurensicherung. Sie soll vor allem dazu dienen, Aufschluss über die Hintermänner des mutmaßlichen Selbstmordanschlages zu finden. Bislang gibt es Bekennerschreiben einiger wenig bekannter islamistischer Terrorgruppen, die von den US- Behörden offenbar nicht ernst genommen werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das Schlauchboot, das am Donnerstag neben der "Cole" explodiert ist, mit etwa 200 Kilogramm Sprengstoff beladen. 17 Soldaten und zwei Attentäter kamen ums Leben. Zehn Leichen befinden sich noch in überfluteten und zerstörten Teilen im Unterdeck der Cole. Fachleute aus den USA sollen sie bergen.

33 US-Soldaten, die nach dem Anschlag im Militärhospital von Landstuhl (Rheinland-Pfalz) behandelt wurden, sind am Sonntag in ihre Heimat geflogen worden. Sechs werden noch in Landstuhl behandelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%