Spurensuche im Schulzentrum
Polizei ermittelt zum Amoklauf

Die Beamten wollen erkunden, wie der Täter an die Waffen kam. Der 22-jährige Mann hatte drei Menschen getötet und sich anschließend selbst gerichtet.

dpa FREISING/ECHING. Nach dem Amoklauf mit vier Toten in Bayern hat die Polizei am Mittwoch mit der kriminalistischen Feinarbeit begonnen. Vor allem soll geklärt werden, wie der 22 Jahre alte Täter in den verbotenen Besitz von zwei großkalibrigen Pistolen kam. Das Freisinger Schulzentrum, in dem der Mann wild um sich geschossen und drei Rohrbomben sowie eine Handgranate gezündet hatte, bleibt zur Spurensicherung geschlossen.

Der Amokläufer hatte am Dienstag an seinem früheren Arbeitsplatz in Eching bei München zwei ehemalige Kollegen erschossen. In der Freisinger Wirtschaftsschule, die er 1996 ohne Abschluss verlassen musste, tötete er danach den 52 Jahre alten Direktor und verletzte einen Lehrer schwer. Nach einem Großeinsatz entdeckten Polizisten in dem Schulzentrum die Leiche des Täters.

Am Mittwoch sollen alle vier Leichen obduziert werden. Von der Obduktion der Leiche des Täters erwarten sich die Ermittler Aufklärung darüber, ob sich der 22-Jährige erschoss oder ob er bei der Explosion einer seiner Bomben ums Leben kam. Als Motiv für den Amoklauf vermutet die Polizei Rache für die Kündigung in dem Echinger Betrieb. Der 22-Jährige galt als aggressiver Waffennarr.

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