Squeeze-Out schon jetzt möglich
"Nachzügler-Frist" für Stinnes-Aktionäre

Die Deutsche Bahn hat bei der angestrebten Komplettübernahme von Stinnes den noch verbliebenen Kleinaktionären des Logistikkonzerns wie erwartet ein letzte "Nachzügler-Frist" eingeräumt.

HB/dpa BERLIN. Nach Ablauf der ersten Annahmefrist am 27. September, nach der bereits 99,34 Prozent der Stinnes-Aktionäre das Übernahmeangebot angenommen hatten, hat die Bahn AG den letzten Anteilseignern eine weitere Frist bis zum 18. Oktober gesetzt.

Zuletzt hätten vor allem institutionelle Investoren ihre Aktien zum Kauf angeboten, hieß es. Vorstandschef Hartmut Mehdorn geht davon aus, dass der Bahn in den nächsten zwei Wochen auch noch die restlichen Stinnes-Aktien offeriert werden. Er verwies erneut darauf, dass schon jetzt ein so genanntes Squeeze-out und damit die spätere Einstellung des Börsenhandels mit Stinnes-Aktien möglich seien. Nach dem Gesetz können bei einer Mehrheit ab 95 Prozent Kleinaktionäre auch gegen ihren Willen herausgedrängt und abgefunden werden.

Mit dem Stinnes-Kauf für rund 2,5 Milliarden Euro will die Bahn zu einem der führenden Logistik- und Transportanbieter in Europa aufsteigen. Für die Übernahme hatte die Bahn allen Stinnes- Anteilseignern in den vergangenen Wochen 32,75 Euro pro Aktie geboten. Die Stinnes-Aktie kostete am Freitag nach einem Abschlag von 0,52 Prozent 32,62 Euro. Größter Anteilseigner von Stinnes war bisher der Energiekonzern Eon mit rund 65 Prozent.

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