Sreit um Äußerungen zu CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer
Union fordert Rücktritt von Umweltminister Trittin

Reuters BERLIN. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat die Entlassung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin wegen dessen umstrittenen Äußerungen zu CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gefordert. Ein entsprechender Brief werde Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Laufe des Tages zugestellt, sagte Unions-Fraktionschef Friedrich Merz am Mittwoch nach einer Sondersitzung der Fraktion. Trittin hatte in einem Interview über Meyer gesagt, dieser habe "die Mentalität eines Skinheads und nicht nur das Aussehen". Merz sagte, die Fraktion gehe davon aus, dass Schröder der Aufforderung zur Entlassung folge. Wenn nicht, wolle die Union am Freitag im Bundestag einen Antrag einbringen, in dem der Kanzler aufgefordert werde, den Umweltminister zu entlassen.

Für eine Entschuldigung, sei es zu spät

Für eine Entschuldigung, die Trittin am Mittwoch abgab, sei es zu spät, sagte Merz. Sie werde wohl nur zur Rettung des Amtes abgegeben und sei kaum ernst gemeint. Trittins Äußerungen hätten alle Formen des demokratischen Anstands verletzt.

Der Brief Trittins an Meyer vom Dienstag werde von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als zusätzliche Herabsetzung und Diffamierung der gesamten CDU Deutschlands empfunden. "Wir fühlen uns zutiefst gekränkt", sagte Merz. In dem Brief hatte Trittin an Meyer geschrieben, er habe ihn mit seinen Skinhead-Äußerungen nicht persönlich verletzen wollen. Am Mittwoch nun entschuldigte sich Trittin bei Meyer. "Ich nehme die Äußerung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück und entschuldige mich", ließ der Minister gegenüber Reuters erklären.

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