Sreit um die Rentenbeiträge
Kommentar: Merkel wittert ihre Chance

HANNOVER. CDU-Parteichefin Angela Merkel hält sich als Kanzlerin im Wartestand bereit. Die Unionschefin hat heute auf dem Parteitag in Hannover angekündigt, dass sie die rot-grüne Bundesregierung vor sich hertreiben und über den Bundesrat klare Politik-Alternativen aufzeigen will.

Merkel wittert ihre Chance, die Regierung von Kanzler Schröder bald abzulösen, weil diese schon sieben Wochen nach ihrem Wahlsieg ausgelaugt und zerstritten erscheint.

Diese Schwäche manifestiert sich deutlich im aktuellen Rentenstreit. Mit der putschartig durchgezogenen Beitragserhöhung von 19,1 auf 19,5 Prozent hat die SPD-Sozialmafia den grünen Koalitionspartner düpiert. Die Grünen fürchten nun zu Recht um ihren Ruf als Reformpartei, die sie gerade im Sinne der "Generationengerechtigkeit" auf dem Feld der Renten- und Sozialpolitik demonstrieren wollten.

Zahlreiche grüne Bundestagsabgeordnete gehen auf die Barrikaden und drohen mit zivilem Ungehorsam für die Rentenabstimmung am Freitag. Ganz plötzlich steht die ohnehin wacklige Kanzler-Mehrheit zur Disposition und das rot-grüne Bündnis in Flammen.

Jetzt müssen Kanzler Schröder und sein Vizekanzler Joschka Fischer schnell löschen. Denn wenn das rot-grüne Gewürge so weitergeht, wird Merkel vermutlich wirklich bald aus dem Wartestand treten.

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