Staat könne mit den Steuern die Einnahmen verbessern
Gewerkschafter fordern Wiedereinführung der Vermögensteuer

Kurz vor den wirtschaftspolitischen Beratungen des SPD-Parteitages in Nürnberg haben führende Gewerkschafter die Wiedereinführung der Vermögensteuer sowie Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur gefordert.

dpa-afx NÜRNBERG. Die Vizechefs der beiden größten deutschen Gewerkschaften Verdi und IG Metall, Margrit Mönig-Raane und Jürgen Peters, und die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer sprachen sich in einer Umfrage der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) für eine stärkere Belastung von Vermögenden aus.

Nach Auffassung von Mönig-Raane und Peters könnte der Staat mit den Steuern seine Einnahmen verbessern und mehr in die Infrastruktur investieren. Die Verdi-Vizechefin forderte, dass die Vermögenden in Deutschland "einen stärkeren Beitrag zur Finanzierung von Gemeinwohlaufgabee" leisteten.

"Die Wiedereinführung der Vermögensteuer muss ein Instrument sein, dieses Ziel zu erreichen", betonte sie. Es müssten aber auch andere Wege, wie "Veränderungen bei der Erbschaftsteuer oder die Besteuerung von Spekulationsgewinnen", geprüft werden. Mönig-Raane hielt Einnahmen daraus von bis zu 50 Mrd. DM für möglich.

Die stellvertretende DGB-Chefin Engelen-Kefer betonte, es gebe insgesamt in den Gewerkschaften "Unmut über die ungerechte Verteilung", die sich auch im Armutsbericht der Bundesregierung widerspiegele.

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