"Staat soll sich raushalten"
BDI-Chef kritisiert Regierung wegen Sommer-Debatte

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, hat die Rolle der Bundesregierung in der Diskussion um Telekom-Chef Ron Sommer heftig kritisiert.

rtr BERLIN. "Der Staat soll sich bitte da raushalten, speziell in Wahlkampfzeiten", sagte Rogowski am Donnerstag in Berlin. Er verfolge die Diskussion um Sommer "mit großer Besorgnis". "Es ist unwürdig, was da mit einem Menschen passiert, und es ist schädlich", bewertete Rogowski die Diskussion. Die Politik habe sich aus der Wirtschaft und der Unternehmensführung herauszuhalten. Im Übrigen sei er nicht der Meinung, dass Sommer eine schlechte Arbeit geleistet habe. Vielmehr sei er der Auffassung, dass sich die Telekom strategisch auf dem wichtigen Weg befinde.

Rogowski erinnerte daran, dass anlässlich des US-Engagements der Telekom dort die Frage diskutiert worden war, welche Rolle der deutsche Staat in dem nur teil-privatisierten Unternehmen spiele. Dem Image der Telekom, auch im Ausland, sei die derzeitige Diskussion jedenfalls nicht förderlich. Unterdessen hieß es aus Aufsichtsratskreisen der Telekom, die Bundesregierung wolle noch vor dem Wochenende einen Nachfolger für Sommer präsentieren. Aussichtsreichste Kandidaten seien der DaimlerChrysler-Manager Klaus Mangold und TUI-Chef Michael Frenzel. Ein Mangold-Sprecher erklärte allerdings inzwischen, Mangold stehe für die Sommer-Nachfolge nicht zur Verfügung.

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