Staat will weiter an Qualität der Bedienung verdienen
Trinkgeld muss auch in Zukunft besteuert werden

Arbeitnehmer im Dienstleistungsbereich müssen auch weiterhin für freiwillig gezahltes Trinkgeld Steuern zahlen. Die FDP scheiterte am Donnerstagabend im Bundestag mit einem entsprechenden Gesetzentwurf zur Abschaffung der so genannten Trinkgeld-Besteuerung.

dpa BERLIN. Es sei nicht zeitgemäß, Trinkgeld als Arbeitslohn von dritter Seite zu versteuern, kritisierte der FDP-Abgeordnete Ernst Burgbacher. Diese Praxis wirke "motivationshemmend".

Durch die Abschaffung der Trinkgeld-Besteuerung könne die Dienstleistungsbereitschaft erhöht werden, sagte Burgbacher. Schließlich orientierten sich diese freiwilligen Zahlungen an der Qualität der Bedienung.

Horst Schild (SPD) lehnte den FDP-Entwurf als "populistisch" ab. Eine Abschaffung würde den Gleichheitsgrundsatz bei der Besteuerung verletzen. Das Trinkgeld sei unweigerlich fester Bestandteil des Lohnes in der Dienstleistungsbranche, sagte Schild.

Freibetrag liegt bei 2 400 DM

Die CDU sprach sich für eine bessere Förderung des Gastgewerbes aus. Die Abschaffung der Trinkgeld-Besteuerung sei allerdings nicht der richtige Weg, sagte Klaus-Peter Willsch. Vielmehr müsse der Freibetrag für Trinkgelder angehoben werden.

Nach geltendem Recht muss für freiwillig gewährte Trinkgelder eine Einkommensteuer gezahlt werden. Der Gesetzgeber gewährt jedoch einen Freibetrag von 2 400 DM.

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