Staatsanwalt bestätigt Ermittlungen
Coca-Cola wird wieder erpresst

Wenige Tage nach dem Urteil gegen einen Coca-Cola-Erpresser wird der Getränkehersteller wieder erpresst. Nach Angaben der "Bild am Sonntag" habe der Erpresser gedroht, Coca-Cola-Produkte mit Pflanzenschutzmitteln zu vergiften. Außerdem behaupte er, präparierte Flaschen bereits in Supermärkten deponiert zu haben. In drei niedersächsischen Märkten seien daraufhin Cola-Flaschen aus Regalen geräumt worden.

dpa BRAUNSCHWEIG. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Eckehard Niestroj, bestätigte am Sonntag, dass seine Behörde gegen einen unbekannten Erpresser ermittele, der einen Lebensmittelhersteller bedrohe. Mehr wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Wegen Erpressung des Coca-Cola-Konzerns war am vergangenen Mittwoch ein 27 Jahre alter Mann aus Bad Homburg zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte laut Gericht zehn Cola- Flaschen mit tödlichen Mengen von Unkrautvernichtungsmitteln vergiftet und in zwei hessischen Supermärkten ausgelegt. Von Coca-Cola hatte er 16 Mill. DM gefordert.

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