Staatsanwalt ermittelt
Gauss-Auftrag von Manager gefälscht

Ein leitender Vertriebsmitarbeiter des IT-Unternehmens Gauss Interprise AG, Hamburg, hat einen 4,3 Mill. Euro-Großauftrag so geschickt gefälscht, dass dies erst bei der Jahresabschlussprüfung aufgefallen ist.

beu HAMBURG. Gegen den Vertriebsprofi wurde der Staatsanwalt eingeschaltet. Gauss kann die geprüften Abschlüsse erst am 31. März veröffentlichen und wird, anders als geplant, im vierten Quartal die Gewinnschwelle verfehlen. Wie Gauss-Vertriebsvorstand Olaf Siemens gegenüber dem Handelsblatt erklärt, wird das Unternehmen im vierten Quartal beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) mit 0,7 Mill. Euro Verlust abschließen.

Für das Gesamtjahr 2001 bedeutet dies, dass Gauss bei einem Umsatz von 35 Mill. Euro an Stelle der prognostizierten 36 Mill. Euro einen um 0,7 auf rund 25 Mill. Euro erhöhten Verlust (Ebitda) ausweisen muss.

Darin enthalten sind 5 Mill. Euro Einmalaufwendungen für den Abbau der Hälfte der Mitarbeiter auf jetzt nur noch 250 Beschäftigte.

Im laufenden Jahr rechnet Olaf Siemens mit keinem Wachstum beim Umsatz. Da die von Gauss im letzten Jahr eingeleiteten Kostensenkungen jetzt wirksam werden, ist der Vertriebsvorstand aber zuversichtlich, dass Gauss im Gesamtjahr ein deutlich positives Ebitda erzielt.

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