Staatsanwalt ermittelt: IOC-Vize zieht Konsequenzen

Staatsanwalt ermittelt
IOC-Vize zieht Konsequenzen

Der südkoreanische IOC-Vizepräsident Kim Un Yong zieht mit einem Teilrückzug erste Konsequenzen aus den gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen. Weitere könnten folgen.

HB SEOUL. Vor laufender Kamera erklärte der 72- jährige Multifunktionär am Freitag in Seoul seinen Rücktritt als Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender des Taekwondo-Weltverbandes WTF. Damit dürfte Kim auch eine weitere Bastion im Weltsport verlieren. Der Südkoreaner führt die Vereinigung der Internationalen Sportverbände (AGFIS) an.

Er habe diese Entscheidung getroffen, weil er sich für die Debatte um seine Sportdiplomatie verantwortlich fühle, teilte Kim in gewundener Form in einer abgelesenen Erklärung mit. Er habe sich 30 Jahre lang für die Entwicklung des südkoreanischen Sports eingesetzt. "Ich gestehe, dass ich während dieser Zeit weder links noch rechts geschaut und Fehler begangen habe." Mit Tränen in den Augen entschuldigte sich Kim und machte eine tiefe Verbeugung.

Kim hat wesentlich mit geholfen, die Olympischen Spiele nach Seoul zu holen und sie 1988 zu organisieren. Er setzte im IOC die Aufnahme der Kampfsportart Taekwondo in das Olympia-Programm 2000 durch. Ob Kim seine Position im IOC halten kann, hängt wesentlich von den weiteren Ermittlungen gegen ihn ab. Er wolle Vizepräsident bleiben, sagte ein Mitarbeiter Kims in Seoul. Dem WTF stand Kim seit dessen Gründung 1973 vor.

Seite 1:

IOC-Vize zieht Konsequenzen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%