Staatsanwalt will Kremendahl-Freispruch anfechten
Revision im Wuppertaler Korruptionsprozess eingelegt

Eine Woche nach dem Freispruch des Wuppertaler Oberbürgermeisters Hans Kremendahl (SPD) vom Vorwurf der Korruption hat die Staatsanwaltschaft offiziell Revision gegen das Urteil eingelegt.

HB/dpa WUPPERTAL. Auch die Urteile gegen die beiden Mitangeklagten will die Anklagevertretung vor dem Bundesgerichtshof anfechten, teilte ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Freitag mit.

Der Bauunternehmer Uwe Clees hatte den Wahlkampf Kremendahls 1999 mit einer halben Million Mark (256 000 Euro) finanziert. Clees wurde wegen Vorteilsgewährung und Beihilfe zum Betrug zu 14 Monaten Haft auf Bewährung und 150 000 Euro Geldbuße verurteilt. Ein Mitarbeiter von Clees muss 13 500 Euro Geldstrafe wegen Beihilfe zahlen. Beide haben ebenfalls Revision eingelegt.

Das Wuppertaler Landgericht hatte keine Hinweise auf eine Bestechlichkeit Kremendahls entdeckt und ihn am vergangenen Donnerstag freigesprochen. Der Politiker hatte direkt nach dem Urteil seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen.

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