Staatsanwaltschaft bestätigt TV-Bericht
Untreue-Verfahren gegen Möllemann möglich

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf prüft die Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens gegen den FDP - Politiker Jürgen Möllemann. Dabei geht es um den Verdacht der Untreue, sagte Sprecher Johannes Mocken am Dienstag auf Anfrage.

HB/dpa DÜSSELDORF. Er bestätigte einen Bericht des ZDF-Magazins "Frontal 21", dass finanzielle Unregelmäßigkeiten in den Jahren 1999 und 2000 Anlass für die Vorprüfung seien. "Wir erwarten, dass er sich zu den Vorwürfen um ein Luxemburger Konto einlassen wird", sagte Mocken.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte bereits vor drei Wochen ein Ermittlungsverfahren gegen Möllemann wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung eingeleitet. Seit Jahren halten sich Spekulationen, der damalige Bundeswirtschaftsminister Möllemann habe 1991 finanziell von einem Panzer-Geschäft mit Saudi-Arabien profitiert. In verschiedenen Medienberichten war in den vergangenen Wochen in diesem Zusammenhang von Briefkastenfirmen sowie Schwarzgeldkonten in Luxemburg und Liechtenstein berichtet worden. Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben des Sprechers eine Einlassung Möllemanns abwarten, bevor sie möglicherweise ein Rechtshilfe-Ersuchen an die Strafverfolgungsbehörden in Luxemburg stellt.

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