Staatsanwaltschaft gibt Entscheidung Montag bekannt
Ermittlungen gegen Fischer werden eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage wird nach Informationen der "Bild"-Zeitung eingestellt.

rtr BERLIN. Die Staatsanwaltschaft, die keinen Tatverdacht gegen den Grünen-Politiker sehe, wolle ihre Entscheidung am Montag bekannt geben, berichtet die Zeitung in ihrer Samstagausgabe. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft, die gegen Fischer ermittelt, und das Anwärtige Amt bestätigten den "Bild"-Bericht am Freitag nicht.

Das Verfahren hatte auf der Aussage Fischers im Prozess gegen den früheren Terroristen Hans-Joachim Klein beruht. Darin hatte Fischer gesagt, das frühere RAF-Mitglied Margrit Schiller habe nie mit ihm in Frankfurt zusammengewohnt. Schiller schrieb in ihrer Biografie, sie habe in den 70er-Jahren einige Tage in der Wohnung Fischers verbracht, die er sich mit dem heutigen Grünen-Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit geteilt hatte. Die "Bild"-Zeitung berichtet, die Staatsanwaltschaft sei auf Grund ihrer Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass Fischer wahrheitsgemäß ausgesagt habe. Vier Zeugen hätten Fischers Version gestützt. Schiller habe über ihren Anwalt mitteilten lassen, sie könne sich an die damaligen Wohnverhältnisse nicht mehr erinnern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%