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Staatsanwaltschaft: Heine Hinweise auf weitere Siemens-Schmiergeldzahlungen

Bei den Ermittlungen gegen vier ehemalige Mitarbeiter des Siemens-Konzerns wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf Zahlungen in weiteren Fällen. Es gebe auch keinen Verdacht gegen weitere Mitarbeiter des größten deutschen Technologiekonzerns, sagte die Sprecherin der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag auf Anfrage. Die Länge des Verfahrens hänge davon ab, wie schnell der Siemens-Konzern die von der Staatsanwaltschaft angefragten Unterlagen liefern kann.

dpa-afx FRANKFURT. Bei den Ermittlungen gegen vier ehemalige Mitarbeiter des Siemens-Konzerns wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf Zahlungen in weiteren Fällen. Es gebe auch keinen Verdacht gegen weitere Mitarbeiter des größten deutschen Technologiekonzerns, sagte die Sprecherin der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag auf Anfrage. Die Länge des Verfahrens hänge davon ab, wie schnell der Siemens-Konzern die von der Staatsanwaltschaft angefragten Unterlagen liefern kann.

Der Siemens-Konzern hatte zuvor volle Kooperation bei den Ermittlungen zugesagt. Die Sprecherin der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft rechnet mit einem Zeitrahmen von zwei bis drei Wochen bis zur Zusendung entsprechender Unterlagen. So lange werde es dauern, bis eine von Siemens beauftragte Firma Belege aus den Datenbanken des Konzerns liefern kann. Außerdem gebe es im Rahmen der Ermittlungen zeitaufwendige Rechtshilfeersuchen.

Bei den Ermittlungen, die im Februar begonnen haben, geht es um Schmiergeldzahlungen von etwa sechs Mill. ? an vier ehemalige Manager des halbstaatlichen italienischen Stromunternehmens Enel. Die Gelder sollen zwischen 1999 und 2002 geflossen sein.

Die Ermittlungen in Deutschland waren durch Geständnisse von früheren Enel-Managern im Zuge der Untersuchungen der italienischen Behörden angestoßen worden. Über Konten einer für Siemens eingerichteten Gesellschaft in Liechtenstein seien Zahlungen nach Italien transferiert worden. Das hätten die Beschuldigten eingeräumt, sagte die Sprecherin.

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