Staatsanwaltschaft muss Strafverfahren einleiten.
Peru: Parlament beschließt Klage gegen Fujimori

Dem früheren Präsidenten Alberto Fujimori drohen wegen Korruption bis zu zwei Jahre Haft.

afp LIMA. Das peruanische Parlament hat beschlossen, den früheren Präsidenten Alberto Fujimori wegen Pflichtversäumnis anzuklagen und ihn für zehn Jahre von öffentlichen Ämtern auszuschließen.

Nach einer fünfstündigen Debatte stimmten 34 Abgeordnete am Freitag für eine entsprechende Vorlage. 24 Parlamentarier votierten dagegen, vier enthielten sich der Stimme. Die Staatsanwaltschaft muss nun ein Strafverfahren gegen Fujimori einleiten. Bei einem Prozess drohen Fujimori bis zu zwei Jahre Haft.

Nachdem er wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck geraten war, hatte sich Fujimori nach seiner Teilnahme am Asien-Pazifik-Gipfel im vergangenen November nach Japan, der Heimat seiner Eltern, abgesetzt. Von dort aus hatte er den Kongress per Fax über seinen Rücktritt unterrichtet. Das Parlament hatte den Rücktritt jedoch nicht angenommen und Fujimori wegen "moralischer Unfähigkeit" abgesetzt.

Fujimori und seinem früheren Berater und Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos sowie 15 weiteren Vertrauten des Ex-Präsidenten werden in Peru außerdem Bestechung, Bereicherung und Geldwäsche zur Last gelegt. Fujimori hatte das südamerikanische Land zehn Jahre lang autoritär regiert. Der frühere Präsident befindet sich nach wie vor in Tokio, Montesinos ist seit Monaten untergetaucht. Japan hat eine Auslieferung Fujimoris an Peru bislang abgelehnt.

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