Staatsanwaltschaft untersuchte Firmenräume
Dax-Rauswurf könnte MLP nicht schocken

"Wir können nur die Vorwürfe dementieren und versuchen, den Aktienkurs so stabil wie möglich zu halten", sagte MLP-Sprecher Christian Maertin am Freitag in Heidelberg. Auf die Entscheidung über den Verbleib im Dax habe MLP ohnehin keinen Einfluss.

dpa/HB MANNHEIM. Der Kurs der MLP-Aktie war in den vergangenen Monaten nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Vorwürfen des Anlegermagazins "Börse Online" kräftig gesunken. MLP hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Wenn am 12. November der Arbeitskreis Börse über die Zusammensetzung des Nemax 50 und des SDax diskutiert, könnte auch der Verbleib von MLP im Dax zum Thema werden. Dort ist das Unternehmen seit Juli 2001 notiert.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach einer anonymen Anzeige die MLP - Firmenräume zwei Mal durchsucht, zuletzt am vergangenen Dienstag. Bei dem Verfahren "gegen Verantwortliche der MLP AG" geht es um die Frage, ob die Verhältnisse der Kapitalgesellschaft in Jahresabschlüssen falsch dargestellt wurden. In diese Richtung zielen auch die zuerst im Mai erhobenen Vorwürfe von "Börse Online". MLP sieht sich hingegen von einem Gutachten der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young entlastet.

MLP droht zudem ein Rechtsstreit mit dem im September entlassenen Manager Dorian Simon. Das Unternehmen hat ihn wegen Geheimnisverrats angezeigt. Simon wirft MLP hingegen vor, mit "rufschädigenden Behauptungen" von "hausgemachten Problemen" ablenken zu wollen. Der Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger sagte, Simon werde von seinem Unternehmen beraten. Hunzinger war zuletzt wegen eines Honorars für Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) in die Schlagzeilen geraten. Die Behauptung, er habe auch Kleidung für Scharping bezahlt, treffe nicht zu, betont Hunzinger.

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