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Staatsanwaltschaft will Verfahren gegen Telekom schnell abschließen

(dpa-AFX) Düsseldorf/Bonn - Die Staatsanwaltschaft Bonn will die Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom < DTE.ETR > schnell abschließen. "Unser Bestreben geht weiterhin dahin, dass wir das Verfahren in Kürze abschließen", sagte Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel am Dienstag in Bonn. Die Behörde untersucht, ob beim Börsengang das Immobilienvermögen der Telekom zu hoch ausgewiesen wurde.

(dpa-AFX) Düsseldorf/Bonn - Die Staatsanwaltschaft Bonn will die Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom < DTE.ETR > schnell abschließen. "Unser Bestreben geht weiterhin dahin, dass wir das Verfahren in Kürze abschließen", sagte Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel am Dienstag in Bonn. Die Behörde untersucht, ob beim Börsengang das Immobilienvermögen der Telekom zu hoch ausgewiesen wurde.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat angesichts der langwierigen Telekom-Ermittlungen eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die zuständige Staatsanwaltschaft in Bonn eingereicht. Die Ermittlungen zur Immobilienbewertung in der Bilanz der Deutschen Telekom verlaufen nach Ansicht der Anlegervertretung nur schleppend.

Apostel: 'Vorwürfe Unfair'

Apostel wies die Anschuldigungen "als nicht fair" zurück. Die Ermittlungen in einem solch umfangreichen Fall bräuchten ihre Zeit, sagte er. Ein konkretes Zeitfenster nannte er daher nicht. Ursprünglich sollten die Ermittlungen bereits vor Monaten abgeschlossen werden.

Möglich ist weiterhin eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldzahlung. Die Parteien hatten zwischenzeitlich eine solche Lösung diskutiert, die Telekom hatte dies allerdings dann verworfen. Die geforderte Höhe von 20 Millionen Euro sei akzeptabel gewesen, hatte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke auf der Hauptversammlung im Mai gesagt.

Staatsanwaltschaft Ermittelt Seit Vier Jahren

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit über vier Jahren wegen einer möglicherweise zu hohen Bewertung des Immobilienbestands beim Börsengang der Telekom gegen Manager des Bonner Konzerns. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück. Der Vorwurf der Immobilien-Überbewertung bezieht sich auf den Börsengang 1996 und die Bilanzen bis zum Jahr 2000.

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