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Staatshaftungsrecht

BGH-Urteilvom 09.10.2003 00:00:00 - III ZR 342/02



Bundesgerichtshof
Staatshaftungsrecht


BGB § 839 ; EG-Vertrag Art. 288

Unter den Voraussetzungen des § 839 Abs. 3 BGB tritt auch eine Ersatzpflicht nach dem gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruch nicht ein.

Lässt sich nicht feststellen, dass ein Antrag des Geschädigten nach § 80 Abs. 5 VwGO Erfolg gehabt hätte, die aufschiebende Wirkung eines Gebührenbescheids anzuordnen (hier Gebührenerhebung für Fleischuntersuchungen oberhalb der in der Entscheidung des Rates vom 15. 6. 1988 - 88/408/EWG, vorgesehenen Pauschalbeträge), kann die Ersatzpflicht für einen durch den Sofortvollzug eingetretenen Zinsschaden nicht mit der Begründung verneint werden, der Geschädigte habe die Einlegung eines solchen Rechtsmittels unterlassen (Fortführung des Senatsurteils vom 16. 1. 1986 - III ZR 77/84, NJW 1986 S. 1924).

BGH-Urteil vom 09.10.2003 - III ZR 342/02





Quelle: DER BETRIEB, 05.11.2003

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